Deutscher Intraday-Markt: Schlechtere Handelsbedingungen dank gemeinsamer Bemühungen vermieden

EPEX SPOT hat zusammen mit den deutschen Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) und den zuständigen Behörden drohende Verschlechterungen für Marktteilnehmer im kontinuierlichen deutschen Intraday-Handel abgewendet. Dieser Rückschritt hätte den Handel in den ersten drei Stunden auf die jeweilige ÜNB-Regelzone beschränkt.

Derzeit werden Intraday-Grenzkapazitäten zwischen den vier deutschen ÜNB-Regelzonen erst um 18 Uhr des Vortags verfügbar gemacht. Der grenzüberschreitende EU-weite Intraday-Markt öffnet allerdings bereits um 15 Uhr. Deshalb werden Gebote von Marktteilnehmern, die in den ersten drei Stunden nach Öffnung des Markts über alle vier Regelzonen hinweg zusammengeführt werden, erst um 18 Uhr zur Nominierung weitergeleitet, sobald auch die innerdeutschen Übertragungskapazitäten verfügbar sind.

Ein Änderungsantrag, der kürzlich an das Europäische Single Intraday Coupling (SIDC) gestellt wurde, hätte den Intraday-Handel in den ersten drei Stunden technisch auf die jeweilige ÜNB-Regelzone in Deutschland begrenzt. Folglich alarmierte EPEX SPOT Marktteilnehmer, Behörden und relevante Akteure über diese drohende Verschlechterung, die zu einer künstlichen Aufsplittung der Liquidität auf dem deutschen Intraday-Markt geführt hätte.

Heute sind wir erfreut zu verkünden, dass die gemeinsame Anstrengung mit den deutschen ÜNB und den Behörden zur Lösung des Problems geführt hat. In Zukunft werden die deutschen ÜNB von 15 bis 18 Uhr unbegrenzte Übertragungskapazitäten zwischen den vier deutschen ÜNB-Regelzonen zur Verfügung stellen, so dass in der SIDC-Plattform Handel in ganz Deutschland möglich ist. Wir danken den deutschen ÜNB und der Bundesnetzagentur für ihre Reaktivität und ihre Unterstützung.