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Börsenrat stimmt für 15-Minuten-Auktion

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18.03.2014

Genf, Paris


REMIT-Umsetzung: EPEX SPOT möchte Marktdaten für Börsenmitglieder melden

Genf / Paris, 18. März 2014
– Transparenz und Flexibilität: Dies sind die Kernpunkte, die während der ersten Sitzung des EPEX SPOT-Börsenrats im Jahr 2014 diskutiert wurden. Der Rat, bestehend aus Vertretern der Handelsteilnehmer der Börse, beriet über mehrere aktuelle Themen der Europäischen Strombörse EPEX SPOT.

15-Minuten-Kontrakte haben seit ihrem Start auf dem deutschen Intraday-Markt im Dezember 2011 spürbar an Bedeutung gewonnen: Mit mehr als 4,5 TWh an gehandeltem Volumen sind 15-Minuten-Produkte zu einem wesentlichen Bestandteil der Integration von Erneuerbaren Energien geworden. Im Jahr 2013 machten sie einen Anteil von 14 % am gesamten Intraday-Volumen aus.

EPEX SPOT hat eine gezielte Nachfrage bei kleinen und mittelgroßen deutschen Marktteilnehmern identifiziert, die ihr Portfolio im Viertelstundentakt ausgleichen müssen und nicht unbedingt Zugang zum kontinuierlichen Markt haben. Um die Verwaltung von Stunden mit starken Verbrauchsentwicklungen zu vereinfachen und gleichzeitig Liquidität zu bündeln, schlägt EPEX SPOT die Einführung einer Auktion für 15-Minuten-Produkte vor. Diese Auktion könnte am Nachmittag des Vortags stattfinden, etwa zur Öffnung des Intraday-Markts. Der Börsenrat begrüßte die Idee. Er unterstützt die Einführung einer Intraday-Auktion für 15-Minuten-Produkte. „Wir wollen stets Marktbedürfnissen entsprechen und Flexibilität im Handel für unsere Mitglieder weiter erhöhen“, sagt Jean-François Conil-Lacoste, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Strombörse. EPEX SPOT wird nun eine Studie durchführen, um das Marktdesign des neuen Segments zu detaillieren.

REMIT ist eines der bestimmenden Themen des Jahres 2014. Nach dem Plan, den die nationalen Regulierungsbehörden noch verabschieden, sind Handelsteilnehmer verpflichtet, bei der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierer (ACER) einen Registrierungscode zu beantragen. Dieser Code muss vor dem Inkrafttreten des Reportings unter REMIT, das für Dezember 2014 vorgesehen ist, an EPEX SPOT geschickt werden. Von diesem Moment an müssen Börsenmitglieder die Gesamtheit ihrer Gebote und Transaktionen auf den Energiemärkten innerhalb der Europäischen Union an ACER melden. Um dies zu vereinfachen, erklärt sich EPEX SPOT bereit, im Namen ihrer Mitglieder die Gebote und Transaktionen auf ihren Märkten an ACER zu melden. Der genaue Ablauf wird spezifiziert, sobald die Durchführungsbestimmungen veröffentlicht sind. „Datenmeldung über die Börse wäre eine sinnvolle Unterstützung für Handelsteilnehmer“, sagt Peter Heydecker, Vorsitzender des Börsenrats. „Das würde die Transparenz erhöhen und gleichzeitig den Aufwand für Börsenmitglieder gering halten.“

ComXerv, das Intraday-Handelssystem der EPEX SPOT, hatte in den vergangenen Monaten eine reduzierte Verfügbarkeit. EPEX SPOT arbeitet zusammen mit den involvierten Partnern hart an einer Sicherstellung der Intraday-Handelskette. Die Verbesserungen sind erheblich: Der gesamte Handelsablauf von Berechnung bis zur Nominierung wird komplett überprüft, um Stabilität, Zuverlässigkeit und Robustheit zu maximieren. Die Änderungen umfassen auch die Entwicklung eines zentralen Datentransfer-Tools, das jegliche Kommunikation zwischen Handels- und Clearing-Schnittstellen genau nachprüft. Thierry Morello, Chief Operating Officer der EPEX SPOT, unterstreicht: „Dieses Thema ist von höchster Priorität für uns, denn es ist unsere Verpflichtung, unseren Kunden verlässliche Handelslösungen zu bieten, insbesondere im Kontext einer wachsenden heimischen und grenzüberschreitenden Aktivität.“
Die erste Sitzung des Börsenrats der EPEX SPOT im laufenden Jahr fand am 17. März 2014 in Wien statt und wurde von Peter Heydecker, Head of Origination Gas & Power bei Vitol, geleitet.

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Der Börsenrat der EPEX SPOT ist ein offizielles Börsenorgan. Die 16 Mitglieder und sieben permanenten Gäste bilden die Vielfalt der Wirtschaftskreise und Unternehmensprofile unter den Börsenmitgliedern angemessen ab: Sie umfassen Produzenten, Stromhandelsunternehmen, Übertragungsnetzbetreiber, Regionalversorger und Finanzdienstleister sowie gewerbliche Verbraucher und Vertreter der Wissenschaft. Die Aufgaben des Börsenrats umfassen insbesondere die Verabschiedung der Börsenordnung und des Verhaltenskodex von EPEX SPOT sowie dessen Änderung. Der Börsenrat gibt seine Zustimmung zu neuen Handelssystemen, Kontrakten und Marktgebieten. Überdies genehmigt er die Ernennung des Leiters der Handelsüberwachungsstelle. Der Börsenrat trifft sich vierteljährlich.

Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE betreibt die Strom-Spotmärkte für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz (Day-Ahead und Intraday). Diese Länder machen zusammen mehr als ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs aus. EPEX SPOT ist eine Gesellschaft europäischen Rechts (Societas Europaea) mit Sitz in Paris und Niederlassungen in Leipzig, Bern und Wien. Im Jahr 2013 wurden 346 TWh auf den Märkten der EPEX SPOT gehandelt.
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Pressemitteilung PDF 587,2 kB
 
 

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